Dach · Musterstadt · 2025
Komplettsanierung eines Siedlungsdachs von 1962
Neueindeckung mit Aufsparrendämmung, neuen Gauben und erneuerter Entwässerung – ausgeführt bei bewohntem Objekt in vier Wochen.
- Dachfläche
- 210 m²
- Bauzeit
- 4 Wochen
- U-Wert nachher
- 0,17 W/(m²·K)
- Förderung
- 9.800 € BEG



Ausgangslage
Das Satteldach eines Siedlungshauses aus dem Jahr 1962 war in Teilen noch original eingedeckt. Die Unterdeckbahn war vollständig verschlissen, mehrere Sparrenköpfe im Traufbereich zeigten Feuchteschäden. Eine Dämmung existierte nur als 60 Millimeter starke Zwischensparrendämmung aus den 1980er-Jahren.
Die Eigentümer wollten das Dachgeschoss ausbauen und standen vor der Frage, ob Reparatur oder Neuaufbau wirtschaftlicher ist.
Lösung
Die Entscheidung fiel für eine Neueindeckung mit Aufsparrendämmung. Der Grund war der geplante Ausbau: Bei einer Aufsparrenlösung bleiben die Sparren sichtbar und die volle Raumhöhe erhalten.
Fünf Sparrenköpfe wurden mit Aufdopplungen instandgesetzt, die Traufe neu ausgebildet und die Entwässerung von 100 auf 125 Millimeter Nennweite vergrößert – die alte Rinne war bei Starkregen regelmäßig übergelaufen.
Ergebnis
Der U-Wert der Dachfläche sank von 0,62 auf 0,17 W/(m²·K). Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude wurden 9.800 Euro bezuschusst. Das Objekt blieb während der gesamten Bauzeit bewohnt.
Verwendete Materialien und Systeme
- Creaton Tondachziegel anthrazit engobiert
- 180 mm Aufsparrendämmung PIR
- Rheinzink Dachrinnen und Fallrohre
- Velux Dachfenster mit Hitzeschutz
„Vier Wochen Baustelle über dem Kopf, und trotzdem konnten wir durchgehend wohnen bleiben. Jeden Abend war das Dach dicht und der Vorgarten sauber.“